Körperhaltungen – wie der Körper unsere Innenwelt sichtbar macht
Eine zweiteilige Reihe über verkörperte Erfahrung
Der Körper zeigt, was Worte oft nicht sagen
Der Körper spricht, auch wenn wir schweigen.
Haltungen entstehen nicht zufällig. Sie sind Ausdruck von Erfahrungen, Gefühlen und Anpassungen.
Haltung ist nicht Form.
Sie ist gelebte Geschichte.
Haltung ist Erinnerung in Bewegung
Wenn ein Mensch sich schützen musste, spannt sich der Schultergürtel an. Wenn Rückzug notwendig war, wird der Brustraum enger. Wenn Traurigkeit Raum hatte, sinkt der Kopf.
Der Körper speichert nicht im Denken. Sondern im Tonus, im Atem, im Gewebe.
Was sich zusammenzieht,
wollte einmal schützen.
Hinweis zur Selbstverantwortung
Die beschriebenen Übungen dienen der bewussten Selbsterfahrung.
Jeder Mensch trägt Verantwortung für das eigene körperliche und seelische Erleben.
Führe die Haltungen achtsam aus und nur so weit, wie es sich stimmig anfühlt.
Bei bestehenden körperlichen oder psychischen Belastungen empfiehlt sich eine individuelle Begleitung.
Typische Haltungen bewusst ausprobieren
In diesem ersten Schritt geht es darum, exemplarische Haltungen zu erforschen.
- Kopf hängen lassen
- Schultern hochziehen
- Arme verschränken
- Rundrücken einnehmen
- Becken nach hinten kippen
Übertreibe die Haltung leicht und bleibe für einen Moment darin.
Beobachte:
- Wie verändert sich dein Atem?
- Welche Stimmung entsteht?
- Fühlst du dich größer oder kleiner?
- Entsteht Nähe oder Distanz?
Es geht nicht um Interpretation. Nur um Erfahrung.
Solange ich es nicht spüre,
steuert es mich.
Warum dieses Experiment bedeutsam ist
Indem unterschiedliche Haltungen bewusst eingenommen werden, entsteht ein Verständnis: Haltung beeinflusst Erleben – und Erleben beeinflusst Haltung.
Was bisher automatisch geschah, wird sichtbar.
Bewusstheit ist bereits Bewegung.
Ausblick
Im zweiten Teil geht es darum, ein persönliches Thema im Körper erfahrbar zu machen. Nicht allgemein. Sondern individuell.
Einladung
Wenn du das Thema Körperhaltungen vertiefen möchtest, kannst du diese Schritte auch in einer begleiteten Einzelsitzung erforschen. Dann wird die Aufmerksamkeit gezielt auf ein konkretes Thema gelenkt – in deinem Tempo, mit Ruhe und Klarheit.
