Meridiane in Bewegung – Arbeit an sich selbst über Körper, Energie und Bewegung
Meridiane sind vielen Menschen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt. Dort werden sie als Leitbahnen beschrieben, durch die Lebensenergie fließt.
In der Arbeit mit den energetischen Meridianhaltungen nach Wilfried Teschler geht es jedoch nicht um Akupunktur, Diagnose oder Theorie. Es geht um eine praktische Form der Körper- und Energiearbeit.
Der Körper nimmt eine bestimmte Haltung ein.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nach innen.
Bewegung darf entstehen.
So kann der Mensch über den Körper mit sich selbst in Kontakt kommen.
Arbeit an sich selbst
Viele Themen zeigen sich nicht nur im Denken. Sie zeigen sich im Körper.
Zum Beispiel als Spannung, Druck, Enge, Erschöpfung, innere Unruhe, wiederkehrende Reaktionen oder als das Gefühl, nicht ganz bei sich zu sein.
Manchmal wissen wir zwar, dass etwas nicht stimmt. Trotzdem verändert sich wenig, weil ein Thema nicht nur verstanden, sondern auch körperlich erfahren werden möchte.
Die energetischen Meridianhaltungen können hier einen Zugang öffnen.
Sie fragen nicht zuerst:
„Was muss weg?“
Sondern eher:
„Was zeigt sich?“
„Wo wirkt es in mir?“
„Welcher Meridian gehört dazu?“
„Welche Bewegung will entstehen?“
Die Grundstruktur der Arbeit
Die Arbeit mit den Meridianhaltungen folgt einer einfachen und zugleich sehr tiefgehenden Systematik.
1. Ein Thema wird wahrgenommen
Am Anfang steht ein Thema.
Das kann ein körperliches Symptom sein, ein Gefühl, ein inneres Muster, eine Lebensfrage oder eine wiederkehrende Situation.
Wichtig ist: Das Thema wird nicht sofort bewertet oder erklärt. Es wird erst einmal wahrgenommen.
Was ist da?
Wo ist es im Körper spürbar?
Welche Gedanken, Gefühle oder inneren Bilder gehören dazu?
2. Der passende Meridian wird gefunden
Jeder Meridian steht mit bestimmten körperlichen, seelischen und energetischen Themen in Verbindung.
Über diese Zuordnung kann ein passender Meridian gefunden werden. Dieser wird dann nicht nur gedanklich betrachtet, sondern über eine bestimmte Haltung körperlich erfahren.
Dadurch wird aus dem Nachdenken ein Erleben.
3. Die Haltung wird eingenommen und Bewegung darf entstehen
Die entsprechende Meridianhaltung wird eingenommen.
Dann geht es nicht darum, eine Übung richtig auszuführen. Vielmehr darf aus der Haltung heraus Bewegung entstehen.
Diese Bewegung kann sehr klein, ruhig, suchend oder deutlich sein. Sie wird nicht gemacht, sondern zugelassen.
Der Körper darf zeigen, wo Energie gehalten, unterbrochen oder nicht frei verfügbar ist.
Ein systematischer Weg zur Selbstheilung
Die Meridianarbeit kann genutzt werden, um ein Thema tiefer zu erforschen.
Dabei kann sichtbar werden:
- wie sich ein Thema körperlich zeigt
- welche seelischen oder mentalen Anteile dazugehören
- wo Energie gebunden ist
- wo der Körper ausweicht oder festhält
- was in Bewegung kommen möchte
In der vertiefenden Arbeit kann ein Thema über verschiedene Meridiane betrachtet werden: über die Symptomatik, die Ursache, die Schwäche und den Erhalt eines Musters.
Das ist ein eigenes System, das nach und nach erlernt werden kann.
Warum Begleitung am Anfang sinnvoll ist
Diese Arbeit ist ein Weg der Selbstheilung. Gleichzeitig ist es hilfreich, sie zunächst in Begleitung kennenzulernen.
Nicht, weil man es nicht selbst kann, sondern weil Wahrnehmung geschult werden möchte.
Am Anfang ist es wichtig, unterscheiden zu lernen:
Was zeigt der Körper wirklich?
Wo kontrolliere ich noch?
Wo weiche ich aus?
Wo braucht es Pause, Erdung oder Stabilität?
Wann entsteht Bewegung von selbst?
Mit zunehmender Erfahrung kann die Arbeit mit den Meridianhaltungen zu einem klaren Weg werden, eigene Themen über den Körper zu erforschen und in Veränderung zu bringen.
Worum es im Kern geht
Meridiane in Bewegung ist keine Gymnastik, kein Entspannungskurs und keine theoretische Meridianlehre.
Es ist eine systematische Arbeit an sich selbst.
Ein Thema wird wahrgenommen.
Der passende Meridian wird gefunden.
Die Haltung wird eingenommen.
Bewegung darf entstehen.
So können Körper, Energie und Bewusstsein zusammenwirken.
Einführung und Abendgruppe
Wer diese Arbeit kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen zur Einführung:
Meridiane in Bewegung – Einführung in die energetischen Meridianhaltungen
Donnerstag, 18. Juni 2026
19:15–20:30 Uhr
TaiHe Schule, Lange Str. 39, 21255 Kakenstorf
Kostenfrei oder Spende
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, ab Juli an einer kleinen Abendgruppe teilzunehmen und die Meridianhaltungen regelmäßig zu üben und zu vertiefen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Bitte bequeme Kleidung tragen und Wasser mitbringen.
Ausblick auf die Blogserie
In den nächsten Beiträgen geht es tiefer in die Meridianarbeit:
Teil 2: Ein Thema über die Meridiane erforschen – Symptomatik, Ursache, Schwäche und Erhalt
Teil 3: Die 13 Meridianhaltungen im Überblick – Themen, Symptomatik und Selbstwahrnehmung
