Wieder fühlen: Warum echte Veränderung nicht nur im Denken beginnt

Regina Radach bei bewusster Körperwahrnehmung – Polarity-Körperenergiearbeit nach Wilfried Teschler

Über Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit, sich selbst wieder deutlicher zu spüren.

Wieder fühlen: Warum echte Veränderung nicht nur im Denken beginnt

Über Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit, sich selbst wieder deutlicher zu spüren.

Wenn der Kontakt zu sich selbst leiser wird

Bei vielen Menschen ist es so, dass im Alltag einfach sehr viel los ist. Es ist viel zu erledigen, zu organisieren und manchmal auch einfach nur durchzuhalten.

Dabei kann es passieren, dass man den Kontakt zu sich selbst und zur eigenen Kraft ein Stück verliert.

Das kann sich zum Beispiel zeigen als:

  • innere Unsicherheit
  • Stress oder Unwohlsein
  • Erschöpfung
  • Gereiztheit
  • Rückzug
  • das Gefühl, sich selbst nicht mehr richtig zu spüren

Genau an diesem Punkt beginnt für mich Körperarbeit.

Sich selbst wieder wahrnehmen

Es reicht oft nicht, etwas über sich zu verstehen.

Wir können sehr genau wissen, dass wir gestresst sind, dass wir uns überfordern oder dass bestimmte Situationen uns immer wieder aus dem Gleichgewicht bringen. Dieses Wissen allein verändert aber noch nicht unbedingt etwas.

Etwas anderes geschieht, wenn wir beginnen, uns selbst wieder unmittelbar wahrzunehmen.

  • Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
  • Wo halte ich Spannung?
  • Wie atme ich?
  • Welche Haltung nehme ich ein?
  • Was geschieht, wenn ich mich bewege?
  • Was nehme ich wahr, wenn ich nicht sofort alles erkläre oder bewerte?

Durch dieses eigene Spüren kann allmählich wieder mehr Sicherheit in die eigene Wahrnehmung entstehen.

Nicht nur: „Ich weiß etwas über mich.“
Sondern: „Ich erlebe mich.“

Selbstwirksamkeit entsteht durch Erfahrung

Wenn ein Mensch sich selbst wieder deutlicher wahrnimmt, kann auch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit entstehen.

Dann wird erfahrbar:

  • Ich kann etwas spüren.
  • Ich kann unterscheiden.
  • Ich kann reagieren.
  • Ich kann Einfluss darauf nehmen, wie ich mit dem umgehe, was gerade in mir geschieht.

Das bedeutet nicht, dass alles sofort verändert oder gelöst werden muss.

Aber es kann sich etwas Entscheidendes verschieben: vom Gefühl des Ausgeliefertseins hin zu einem Erleben von Handlungsmöglichkeit.

Auch Gefühle können dadurch wieder deutlicher werden.

Freude darf sich zeigen. Trauer darf da sein. Vielleicht entsteht auch mehr Verständnis für sich selbst oder für andere.

Für mich gehört genau das zu Lebendigkeit: nicht ständig alles kontrollieren zu müssen, sondern wieder wahrnehmen zu können, was tatsächlich da ist.

Polarity-Körperenergiearbeit nach Wilfried Teschler – die Methode ist nicht das Ziel

Grundlage meiner Arbeit sind verschiedene Formen der Polarity-Körperenergiearbeit nach Wilfried Teschler.

Je nach Situation können unter anderem einfließen:

  • Körperwahrnehmung
  • Atem und Bewegung
  • Meridianübungen nach Teschler
  • ausgewählte Body-Mind-Übungen
  • energetische Massage
  • achtsame Berührung
Die Methode ist nicht das Ziel.
Eine Methode ist für mich ein Zugang.

Manchmal ist Bewegung sinnvoll.
Manchmal eine bestimmte Körperhaltung.
Manchmal die Arbeit mit einem Meridian.
Manchmal Berührung.

Und manchmal zeigt sich ein Thema zunächst ganz anders – als Gefühl, als Gedanke, als innere Spannung oder einfach als etwas, das im Leben gerade Gewicht hat.

Dann stellt sich die Frage:

Was hilft jetzt dabei, dieses Erleben deutlicher wahrzunehmen und einen nächsten Schritt zu ermöglichen?

Warum ich nicht mit einem starren Ablauf arbeite

Ein vollständig festgelegter Ablauf kann wie ein Korsett wirken.

Man weiß schon vorher, was als Nächstes kommen muss – unabhängig davon, was bei den Menschen tatsächlich geschieht.

Das entspricht nicht meiner Art zu arbeiten.

Für mich braucht es:

  • einen klaren Rahmen
  • Aufmerksamkeit für die Gruppe
  • Wahrnehmung für den Einzelnen
  • Erfahrung
  • Führung
  • Offenheit für das, was sich tatsächlich zeigt

Ich halte den Raum und führe dort, wo Führung notwendig ist.

Das kann über Worte geschehen, über eine Übung, über Bewegung oder – wenn es passt und gewünscht ist – über Berührung.

Manchmal hilft eine Begleitung dabei, etwas tiefer wahrzunehmen. Manchmal geht es darum, Intensität wieder zu reduzieren.

Beides gehört dazu.

Gefühle dürfen da sein

Körperarbeit kann Erfahrungen berühren, die nicht nur körperlich sind.

Es können zum Beispiel auftauchen:

  • Gefühle
  • Erinnerungen
  • innere Spannungen
  • Themen, die lange wenig Raum hatten

Mir ist dabei wichtig, dass nichts erzwungen wird.

Die Arbeit geschieht in einem bewussten und wachen Zustand. Jeder entscheidet selbst, wie weit er gehen möchte.

Persönliche Grenzen und Bedürfnisse werden respektiert.

Meine Arbeit ist traumasensibel ausgerichtet.

Wenn etwas auftaucht, braucht es nicht automatisch eine schnelle Erklärung oder Lösung. Manchmal ist zunächst entscheidend, dass es überhaupt da sein darf und in einem sicheren Rahmen wahrgenommen werden kann.

Kein Diskussionsseminar

Es ist kein Diskussionsseminar.
Es ist eine Fühl- und Wahrnehmungsgruppe.

Natürlich sprechen wir miteinander. Austausch gehört dazu.

Aber das eigentliche Erleben findet nicht nur im Gespräch statt.

Es geht darum:

  • sich selbst zu erforschen
  • wahrzunehmen
  • zu fühlen
  • Themen anzunehmen
  • etwas in Bewegung zu bringen

Das setzt eine gewisse Bereitschaft voraus, selbst tätig zu werden.

Das Wochenende passt besonders für Menschen, die:

  • neugierig auf sich selbst sind
  • mehr Tiefe suchen
  • sich besser verstehen möchten
  • wieder mehr Zugang zu Körper und Gefühlen entwickeln möchten
  • Lust auf neue Erfahrungen haben

Weniger passend ist es für Menschen, die sich ausschließlich versorgen lassen möchten oder erwarten, dass jemand anderes etwas „für sie löst“.

Menschlich – mit Herz und Verstand

Was mich an der Arbeit nach Wilfried Teschler bis heute besonders geprägt hat, ist ihre Menschlichkeit.

Für mich ist sie weder spirituell überhöht noch rein intellektuell oder psychologisierend.

Sie verbindet:

  • Wahrnehmung
  • Körper
  • Gefühl
  • Erfahrung
  • Bewusstsein

Menschlich – mit Herz und Verstand.

Im Kern geht es für mich dabei um Selbstregulation, Selbstwirksamkeit, Freiheit und Kreativität.

Darum, die eigenen Möglichkeiten wieder deutlicher wahrzunehmen.

Und darum, dem eigenen Erleben wieder mehr zu vertrauen.

Ein Wochenende als gemeinsamer Prozess

Ich empfinde dieses Seminar durchaus auch als Abenteuer.

Nicht, weil der Rahmen unklar wäre.

Der Rahmen ist klar – der Weg darf sich entwickeln.
Freitag Ankommen, kennenlernen und wahrnehmen, was jeder Einzelne und die Gruppe mitbringen.
Samstag Tiefer in die Arbeit gehen und das aufgreifen, was sich zeigt und tatsächlich Gewicht hat.
Sonntag Schauen, was sich verändert hat, was noch offen ist und was mit in den Alltag genommen werden kann.

Für mich ist das Ziel nicht, dass am Ende alle dieselbe Erfahrung gemacht haben.

Sondern dass jeder etwas Eigenes erfahren konnte.

Vielleicht:

  • mehr Sicherheit in der eigenen Wahrnehmung
  • mehr Lebendigkeit
  • eine neue Sicht auf ein altes Thema
  • das Gefühl, wieder ein Stück näher bei sich zu sein

Wieder fühlen – bei sich ankommen

13.–15. November 2026
Praxis Regina Radach · Handeloh-Inzmühlen
Kleine Gruppe mit 6 bis 8 Teilnehmern
Teilnahmebeitrag: 390 €

Vorerfahrung ist nicht erforderlich. Eine grundlegende körperliche Beweglichkeit sollte vorhanden sein, sodass einfache Haltungen und Bewegungen möglich sind.

Regina Radach-Rode
Heilpraktikerin
Lehrerin für Polarity-Körperenergiearbeit nach Wilfried Teschler